Fliegenfischen auf Steelhead in Michigan
Ein Beitrag von Ray Schmidt - Schmidt Guides - 24. Apr. 2007 auf flyfishingconnection.com
In der Region der Großen Seen gehört zum Frühjahr die „Jagd“ auf eine der drei begehrtesten Sportfischarten in den USA, die Steelhead Forelle. Sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen da sind, bricht bei vielen Anglern das „Frühlings-Fieber“ aus ´... denn dann beginnt in der Regel zeitgleich auch der Steelhead Run.
Es gibt einige Dinge zur Klarstellung, die ich gerne zum Great Lakes Steelheadfischen mitteilen möchte. Bald wird es 125 Jahre her sein, dass Steelhead Forellen erstmalig in den großen Seen besetzt wurden. Eine Privatperson führte sie auf dem Landweg per Zug vom pazifischen Nordwesten ein. Seither hat ich die Population gut entwickelt und auf alle großen Seen ausgebreitet.
Lassen Sie uns zunächst auf die Fische selbst konzentrieren. Bis vor kurzem wurde debattiert, ob die Steelhead eine Forelle oder ein Lachs ist. Jetzt klassifizieren Wissenschaftler diesen Fisch als eine wandernde Regenbogenforelle. Etwas Durcheinander entsteht, wenn Steelheads aufgrund Ihrer Fettflosse als Salmoniden bezeichnet werden.
Steelheads sind im Pazifischen Ozean von Mittel-Kalifornien bis nach Alaska heimisch. Sie durchstreifen auch das Wasser von Russland. Stahlkopf sind „genetisch programmiert“, mehrfach zu Laichen. D.h. Sie können mehrmals und zu verschiedenem Alter laichen. Ihr grundsätzlicher Lebenszyklus stellt sich wie folgt dar: Aus einem Ei, das in Fluß-Kies durch niedergelegt wird, schlüpft im Mai ein kleiner Steelhead, der sich schnell in der Richtung strömungsarmen Flußränder bewegt und sich dort von sehr kleine Organismen ernährt, die ebenfalls im flachen Wasser leben. Mit zunehmendem Alter beginnt die Steelhead, Insekten aufzunehmen, auch Maifliegen, Köcherfliegen und Steinfliegen. Die Steelhead benötigt ca. 2 Jahre, bevor sie zu wandern beginnt und damit zum „Smolt“ mutiert. „Smolts“ werden im Inneren zu großem Wasser getrieben. In der Regel ist das das Meer, bei uns eben der Lake Michigan.
Smolts wandern in großen Massen vom Fluß zum See ab. Tausender kleiner Steelheads vollführen diese Wanderung praktisch zeitgleich um den 15. Mai. Während der junge Stahlkopf sich im See ernährt und wächst, verfärbt er sich und erhält einen grau/oliven Rücken und einen grau/silbernen Kopf, den Stahlkopf oder Steelhead. Es vergehen weitere 2 Jahre bis die Steelhead beginnt, a den Geburtsort zum Laichen zurückzukehren. Wenn das passiert, bricht bei den Anglern das „Frühlings-Fieber“ aus und jeder begibt sich an seinen Lieblingsplatz zum Fischen.
Angler stellen auf sehr vielfältige Art und Weise den Steelheads nach und jeder hat seine bevorzugte Methode. Bei mir ist es das Fliegenfischen. Die Faszination vom Fliegenfischen hat mich vor fast 40 Jahren gepackt und mich zu meinem heutigen Job geleitet. Heute betreibe ich erfolgreich Schmidt Outfitter. Wir führen Gäste auf Steelhead und andere Sportfische in unserer Region.
Viele Fliegenfisch-Techniken sind erfolgreich: Schwimmschnur, Sinkschnur, Sinktip … Wie erfahren man auch ist, bei dieser faszinierenden Fischart lernt man nie aus und man sollte stets flexibel sein und sich den Bedingungen und dem aktuellen Verhalten anpassen. Zu den produktivsten Steelhead Gewässern in Michigan zählen folgende Gewässer: Manistee River, Pere Marquette, Betsie, Platte, Bear Creek, Little Manistee und der Muskegon.
Anmerkung zum Autor: Ray Schmidt ist Inhaber von Schmidt Outfitters.
Quelle: www.flyfishingconnection.com (Kooperationspartner von xxl-fliegenfischen.de)
Ort:
Michigan
Land:
USA
Gewässertyp:
See
Angelgewässer:
Sonstiges Gewässer:
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